23 Gennaio 2009

Privatklinik macht Rückzieher

STERBEHILFE / Komapatientin Eluana Englaro Privatklinik macht RÜckzieher Die Spitalsleitung befÜrchtet Strafmaßnahmen vonseiten des Gesundheitsministeriums Rom (mit) – Die Privatklinik “CittÁ di Udine” macht einen RÜckzieher. Die Klinikleitung kÜndigte gestern an, dass sie doch nicht die Koma-Patientin Eluana Englaro aufnehmen werde, um sie in den Tod zu begleiten, wie sie noch vor wenigen Wochen behauptet hatte. Der Beschluss wurde gefasst, nachdem Arbeits- und Sozialminister Maurizio Sacconi allen italienischen SpitÄlern die Einstellung der kÜnstlichen Nahrungszufuhr fÜr die 38- jÄhrige Frau verboten hatte. Sacconi stellte sich damit gegen ein Urteil des Kassationsgerichts, das dem Vater Eluanas im November das Recht zusprach, die kÜnstliche ErnÄhrung fÜr seine Tochter einstellen zu lassen. Seit einem Autounfall im Jahr 1992 liegt Eluana im Koma. Sie befindet sich seit Jahren in einer Klinik in Lecco. Die Spitalsleitung in Udine erklÄrte, sie befÜrchte Strafmaßnahmen von Seiten der Regierung, sollte sie Eluana aufnehmen. Dies wÜrde die Zukunft der Privatklinik gefÄhrden, in der Über 300 Personen arbeiten. “Angesichts dieser Gefahr muss die Klinik darauf verzichten, dem Vater Eluanas, Beppino Englaro, logistische UnterstÜtzung zur ErfÜllung des Sterbewunsches seiner Tochter zu geben”, hieß es im Schreiben der Leiter des Spitals. Sie dankten fÜr die SolidaritÄtserklÄrungen, die sie in den vergangenen Wochen aus ganz Italien erhalten hatten. Die Familie Eluanas muss sich mit weiteren Schwierigkeiten auseinandersetzen. Der Konsumentenschutzverbands Codacons in Friaul reichte dem Gericht in Lecco einen Antrag ein, damit Eluanas Vater das FÜrsorgerecht fÜr die Frau entzogen werde. Eluana habe das Recht, weiterhin betreut und nicht zu einem grausamen Tod verurteilt zu werden, hieß es. nach oben

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