30 Novembre 2011

Preise steigen mehr als Löhne  

Preise steigen mehr als Löhne
 

Die Kluft zwischen der Inflation und dem Anstieg der Gehälter hat mittlerweile seit 1997 ein Rekordhoch erreicht. Sind die Löhne im Oktober auf Jahresbasis um durchschnittlich 1,7 Prozent gewachsen, nahm die Inflation gegenüber Oktober 2010 um 3,4 Prozent zu. Die Kluft zwischen Lohn- und Preisanstieg hat damit 1,7 Prozentpunkte erreicht – den höchsten Wert seit 1997, wie aus den Daten des Statistikamtes Istat hervorgeht. Kollektivverträge ausgelaufen Dieser Unterschied ist zum Großteil den ausgelaufenen Kollektivverträgen zuzuschreiben. 31 von 47 Kollektivverträgen sind seit über 22 Monaten ausgelaufen. Betroffen sind 4,3 Millionen Arbeitnehmer, die auf eine Erhöhung ihrer Gehälter hoffen. Arbeitnehmer mit ausgelaufenem Vertrag müssen durchschnittlich 22,4 Monate auf den neuen warten. Italien befürchtet inzwischen ein Weihnachten mit Rezession. Nachdem die OECD dem Land voraussagt, dass die italienische Wirtschaft im kommenden Jahr um 0,5 Prozent schrumpfen wird, warnen Unternehmer und Kaufleute vor dem magersten Weihnachten der vergangenen zehn Jahre. Ruf nach Steuerentlastung des Weihnachtsgeldes „Der Konsum stagniert auf gefährliche Weise und es könnte auch gar nicht anders sein. Die Familien sind Opfer der Ungewissheit und bangen um ihre Zukunft. Vor allem kleinere Geschäfte befinden sich im Würgegriff des Konsumrückgangs", sagte Marco Venturi, Präsident des Kaufleuteverbands Confesercenti. Der Verein fordert von der Regierung Monti eine Steuerentlastung des Weihnachtsgeldes. Der Konsumentenschutzverband Codacons rechnet sogar mit einem Minus von bis zu 20 Prozent in mehreren Bereichen. Vor allem im Tourismus, sowie der Schuh- und Modebranche sei mit einem starken Konsumrückgang zu rechnen. Tausende Geschäfte könnten bis Ende 2012 zur Schließung gezwungen werden, fürchten die Verbraucherschützer. mit/D Tweet.

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