3 Febbraio 2013

Monte-Paschi-Affäre: Elf Manager im Visier der Staatsanwälte

Monte-Paschi-Affäre: Elf Manager im Visier der Staatsanwälte

Die Staatsanwälte in Siena ermitteln nach Medienangaben vom Sonntag gegen elf Personen, darunter mehrere Ex-Manager des Geldhauses. Sie sollen in der kommenden Woche vernommen werden. Die Ermittler gehen dem Vorwurf von Korruption und Betrug nach. Am Montag soll der Ex-Manager der Dresdner Bank, Antonio Rizzo, vernommen werden, der eine Rolle in der Affäre um illegale Derivatengeschäfte gespielt haben soll. Monte Paschi hat durch komplexe Derivatengeschäfte Verluste von etwa 720 Mio. Euro angehäuft. Die Staatsanwaltschaft von Siena ermittelt gegen das gesamte ehemalige Management der Bank unter der Leitung des ehemaligen Präsidenten Giuseppe Mussari. Die Untersuchungen würden jedoch nicht das jetzige Management mit Präsidenten Alessandro Profumo betreffen, berichteten italienische Medien. Die Ermittler wollen auch feststellen, ob beim Kauf der Regionalbank Antonveneta Schmiergelder geflossen seien. Die MPS hatte das Institut für 9 Mrd. Euro von der spanischen Bank Santander gekauft. Diese hatte Antonveneta erst kurz davor um lediglich 6,6 Mrd. Euro erworben. Die Staatsanwälte wollen nun herausfinden, warum in wenigen Monaten der Preis derart in die Höhe steigen konnte. Hinzu kommen weitere acht Mrd. Euro Schulden Antonvenetas, die das Geldhaus aus Siena übernommen hatte. „Bedingungen für die Gewährung der Staatshilfen nicht mehr vorhanden” „Die Bedingungen für die Gewährung der Staatshilfen sind nicht mehr vorhanden”, erklärte Codacons-Präsident Carlo Renzi am Samstag. Er verlangte den Rücktritt von Italiens Notenbankchef Ignazio Visco. Die Zentralbank habe im Skandal Monte Paschi ihre Aufsichtspflichten nicht erfüllt, betonte Renzi. Die Zentralbank verteidigte ihr Verhalten zuletzt damit, dass sie das Kriseninstitut bereits Ende 2009 intensiv unter die Lupe genommen habe. Der Konsumentenschutzverband reichte bei einem Verwaltungsgericht der Region Latium mit der Hauptstadt Rom einen Antrag ein, um die Emission der sogenannten Monti-Bonds, den Staatshilfen zur Stützung der Skandalbank, zu stoppen. Das Verwaltungsgericht in Rom wies am Samstag die Forderung zurück. Eine weitere Anhörung zur Rolle der Zentralbank in dem Skandal um das älteste Geldhaus der Welt wurde aber auf den 20. Februar vertagt. apa Tweet.

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