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10 Gennaio 2013

Kaufkraft der Italiener sinkt drastisch

Kaufkraft der Italiener sinkt drastisch

2012 wird nach Angaben des Kaufleuteverbands Confcommercio als negativstes Jahr für den Konsum seit der Nachkriegszeit in Erinnerung bleiben. Confcommercio und Istat schlugen gestern Alarm. Nach Berechnungen des Statistikinstitutes ist die Kaufkraft der italienischen Familien in den ersten neun Monaten 2012 um 4,1 Prozent gesunken. Confcommercio legte indes eine Studie zur Entwicklung des Konsums vor. Demnach ist der Konsum der Familien im November um 2,9 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres zurückgegangen. Die Familien schnallen sogar bei Lebensmitteln den Gürtel enger. Elf Millionen Italiener haben ihre Ausgaben im Supermarkt gekürzt, wie aus einer Studie des Landwirtschaftsverbands CIA hervorgeht. 41,4 Prozent hätten 2012 den Konsum von Obst- und Gemüse reduziert, 37 Prozent bei Brot und Pasta gespart, 38 Prozent hätten dagegen auf Fleisch und Fisch verzichtet. Der Konsumrückgang ist laut Fachleuten unter anderem auf den starken Steuerdruck zurückzuführen. In den ersten drei Quartalen 2012 seien die Einnahmen der Staatskassen um 2,7 Prozent gestiegen. Dieses Resultat ist vor allem der unpopulären Immobiliensteuer IMU zuzuschreiben. Der Steuerdruck ist nach Angaben des Statistikamts Istat in den ersten neun Monaten 2012 von 39,8 Prozent auf 41,3 Prozent gestiegen. Konsumentenschützer führen der Kaufkraftverlust auf die höhere Mehrwertsteuer zurück. Laut Codacons kann der Kaufkraftverlust für eine vierköpfige Familie auf 1578 Euro pro Jahr beziffert werden. „Das ist ein noch stärkerer Rückgang als 2009, dem bisher schwierigsten Jahr der Wirtschaftskrise”, sagte Codacons-Präsident Carlo Rienzi. Er rechnet mit einem weiteren Konsumrückgang im laufenden Jahr. mit Tweet.

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