5 Aprile 2013

Sprit-Preise abgesprochen?

Sprit-Preise abgesprochen?

Shell Italia, Tamoil Italia, Eni, Esso, Totalerg, Kuwait Petroleum Italia und Api werden verdächtigt, die Benzinpreise illegal in die Höhe und auf den mittlerweile höchsten Stand in Europa getrieben zu haben. Dabei hätten sie das Prinzip der Konkurrenz auf dem nationalen Markt verletzt und den Verbrauchern riesige Schäden verursacht, berichtete die Steuerpolizei. Mit dem Fall beschäftigt sich die Staatsanwaltschaft der norditalienischen Stadt Varese. Die Ermittlungen wurden aufgrund der Anzeige des Konsumentenschutzverbands Codacons in die Wege geleitet, berichteten italienische Medien am Freitag. Italiens Treibstoff-Preise deutlich höher Hauptkritikpunkt der Steuerpolizei war die von allen Konzernen gleichförmig angewandte Art der Preisempfehlung und die Festlegung der den Tankstellenbesitzern zustehenden Gewinnspannen. Deshalb hätten die in Italien üblichen Verbraucherpreise nach Abzug der Mehrwertsteuer im vergangenen Jahr deutlich über jenen in Frankreich, Deutschland und Großbritannien gelegen. „Haben nur Richtlinien umgesetzt” Der Verband italienischer Mineralölgesellschaften Unione Petrolifera (UP) wies die Vorwürfe als haltlos zurück. UP ist der Ansicht, dass weder ein Preiskartell und noch eine von den anderen Ländern abweichende Preispolitik bestehe. Vielmehr hätten die Mineralölgesellschaften die von der Regierung erlassenen Verhaltensrichtlinien buchstabengetreu in die Tat umgesetzt. Von einer Bereicherung auf dem Rücken der Autofahrer könne keine Rede sein, da die im vergangenen Jahr erreichten Gewinnmargen deutlich unter jenen der Vorjahre gelegen hätten, so die UP. apa Tweet.

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