26 giugno 2017

Italiens Premier verteidigt Rettung von Pleitebanken

 

 

Eine seriöse Regierung habe die Pflicht, Unternehmen und Familien zu unterstützen, die wegen der Pleite der Banken riesige Schäden erleiden und viel Geld verlieren würden. Wer die beiden Geldhäuser in den Abgrund geführt habe, müsse dafür zahlen, die Suche nach den Verantwortlichen sei jedoch keine Aufgabe der Regierung, meinte Gentiloni. Das Kabinett in Rom habe sich im Einklang mit den EU-Regeln zur Rettung der beiden Banken eingeschaltet. Symbolischer Preios von einem Euro Gian Maria Gros-Pietro, Verwaltungsratspräsident der Mailänder Großbank Intesa Sanpaolo, die die Zweigstellen der beiden Pleiteinstitute samt den Beschäftigten für den symbolischen Preis von einem Euro übernimmt, kritisierte die Bail-in”-Regeln. Diese seien zu schnell und mit übertriebener Rigidität eingeführt worden. Der Umgang mit den Bail-In-Regeln ist eine Frage, die noch nicht gelöst worden ist”, sagte der Banker am Montag. Der Vize-Generaldirektor der italienische Notenbank, Fabio Panetta, zeigte sich indes überzeugt, dass Intesa Sanpaolo die beiden Banken wieder auf Erfolgskurs bringen werde. Intesa Sanpaolo verfügt über die Dimension, die Struktur und das Management, um die beiden Banken profitabel zu gestalten”, so Panetta. Kritik wegen Kosten für die Öffentlichkeit Der italienische Konsumentenschutzverband Codacons kritisierte die mit der Bankenrettung verbundenen Kosten für die Öffentlichkeit. Die Krise der beiden Regionalbanken wird Italiens öffentliche Kassen 42,5 Milliarden Euro kosten. Die katastrophale Bankenverwaltung wird der Öffentlichkeit aufgehalst. Staatliche Gelder, die den Italienern hätten dienen sollen, werden wieder einmal zur Bankenrettung eingesetzt”, protestierte Codacons-Präsident Carlo Rienzi. apa.